Methoden

Ego-State-Therapie

Ego-State-Therapie ist ein Ansatz in der Psychotherapie, der sich mit den verschiedenen Aspekten der Persönlichkeit beschäftigt. Manchmal fühlen wir uns verwirrt oder unentschlossen, weil diese Teile in unserem Inneren sich uneins sind. Ein Teil von uns hat Bedürfnisse, die mitunter im krassen Gegensatz zu anderen Teilen unserer Persönlichkeit stehen. Manchmal haben wir keine logische Erklärung für ein bestimmtes und wenig hilfreiches Verhalten oder für vermeintlich absurde Wünsche oder Bedürfnisse.

Das kann uns unsicher oder frustriert machen oder uns sogar ängstigen.

Die Idee von Ego-State-Therapie ist, diese verschiedenen Persönlichkeitsanteile kennenzulernen und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen. Indem wir sie besser wahrnehmen, können wir inneren Frieden finden und lernen, besser mit uns selbst umzugehen.

Das ist ein bisschen so, als würde man sich selbst besser kennenlernen und verstehen, warum wir manchmal widersprüchliche Gefühle haben. Wenn wir diese Teile in uns in Einklang bringen, können wir uns emotional stärker und ausgeglichener fühlen.

Ich unterstützte Sie dabei diese Ego-States zu erkennen und mit ihnen zu arbeiten. Es kann manchmal herausfordernd sein, aber es hilft uns, uns selbst besser zu verstehen und unser Leben positiv zu verändern.

Hypnotherapie

Die Hypnotherapie nach Milton H. Erickson ist ein innovativer Ansatz der Psychotherapie, die auf den Entdeckungen von dem amerikanischen Psychiater und Psychotherapeuten Milton H. Erickson basiert. Er war ein bekannter Experte auf dem Gebiet der Hypnose und hat eine besondere Art der Therapie entwickelt.

Anders als das, was man aus den Medien kennt, ist diese Art von Hypnose subtiler und indirekter. Anstatt durch Hypnose in einen Zustand tiefer Bewusstlosigkeit zu gelangen, geht es hierbei vielmehr darum, mit Hilfe einer Trance eine Art erhöhte Konzentration zu erreichen, in der das Unterbewusstsein besonders zugänglich für positive Veränderungen ist.

Ein wichtiges Werkzeug in dieser Therapie sind Geschichten und Metaphern, die der Therapeut erzählt. Diese Geschichten haben Parallelen zu den Herausforderungen der Klienten und können helfen, unbewusst neue Lösungswege zu finden.

Ein zentrales Merkmal von Ericksons Hypnotherapie ist, dass sich hierbei individuell an die Bedürfnisse und Persönlichkeit jedes Klienten angepasst wird. Statt eines standardisierten Ansatzes wird hier der Fokus auf die Einzigartigkeit jedes Menschen eingegangen.

Mit Hilfe dieses Ansatzes ermögliche ich Ihnen Zugang zu Ihren unterbewussten Ressourcen, welche hilfreich sind für Ihren individuellen Entwicklungsprozess.

Bindungorientierte Therapie

Dieser therapeutische Ansatz konzentriert sich darauf wie wichtige Beziehungen in unserer Kindheit und Jugend unser heutiges Leben beeinflussen. Sie basiert auf der Idee, dass die Beziehungen zu unseren Eltern oder Betreuern, als wir noch ganz klein waren, einen starken Einfluss auf unsere Gefühle und unser Verhalten haben.

In der gemeinsamen Arbeit steht die Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten im Mittelpunkt. Der Therapeut ist ein einfühlsamer Vertrauter, dem man alles erzählen kann, ohne Angst zu haben, verurteilt zu werden. Gemeinsam schauen sie zurück auf die Vergangenheit des Klienten und versuchen zu verstehen, wie frühere Erfahrungen in der Familie oder mit anderen wichtigen Menschen das Leben des Klienten heute beeinflussen.

Ein wichtiger Teil dieser Therapie ist es, eine sichere und vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten aufzubauen. Durch diese sichere Bindung kann der Klient lernen, Vertrauen zu entwickeln und seine Gefühle besser zu verstehen und zu kontrollieren.

Der Therapeut hilft dem Klienten dabei, neue Erfahrungen zu machen und positive Beziehungsmuster zu entwickeln. Das kann dabei helfen, Ängste und Unsicherheiten zu reduzieren und das Selbstvertrauen in Beziehungen zu stärken.

Die bindungsorientierte Therapie kann bei verschiedenen Problemen helfen, zum Beispiel bei Ängsten, Depressionen oder traumatischen Erlebnissen. Sie kann auch besonders nützlich sein, wenn jemand Schwierigkeiten in seinen Beziehungen zu anderen Menschen hat.

Ich begleite Sie dabei, die Bedeutung von frühen Beziehungen in Ihrem Leben zu verstehen und neue positive Bindungsmuster zu entwickeln. Dies ermöglicht emotionale Heilung und persönliches Wachstum durch die Stärkung von sicheren und unterstützenden Beziehungen.

Emotionsfokussierte Therapie

Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) ist eine Art der psychologischen Hilfe, die sich darauf konzentriert, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Sie hilft Menschen dabei, ihre Emotionen zu verstehen und zu verarbeiten, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. Die EFT wurde von den Psychologen Leslie Greenberg und Susan Johnson entwickelt und ist besonders gut geeignet, um Paaren in schwierigen Zeiten zu helfen.

In der EFT geht es darum, dass Emotionen uns wichtige Informationen über unsere Bedürfnisse und Wünsche geben. Wenn wir lernen, diese Gefühle zu verstehen, können wir auch tiefer liegende Probleme angehen. Ein zentrales Konzept in der EFT ist, dass es „primäre“ und „sekundäre“ Emotionen gibt. Primäre Emotionen sind spontane Reaktionen auf Situationen, während sekundäre Emotionen darauf basieren, wie wir diese Gefühle interpretieren. Die EFT hilft dabei, die primären Emotionen zu erkennen und zu verstehen, um positive Veränderungen herbeizuführen.

Besonders in der Arbeit mit Paaren legt die EFT viel Wert darauf, wie Emotionen die Kommunikation beeinflussen. Konflikte entstehen oft, weil Emotionen nicht richtig verstanden werden. Die Therapie hilft Paaren, sich besser zu verstehen und einfühlsamer auf die Gefühle des Partners zu reagieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der EFT ist die Förderung von sicherer Bindung. Durch das Teilen von Gefühlen entsteht Vertrauen und Verbundenheit. Das ist besonders wichtig für Paare, weil eine sichere Bindung die Basis für eine gute Partnerschaft ist.

Zusammengefasst betont die Emotionsfokussierte Therapie, wie wichtig Emotionen in der Therapie sind. Indem man Emotionen besser versteht und in die Therapie einbezieht, können positive Veränderungen im eigenen Leben und in Beziehungen erreicht werden.

Systemisch-integrative Paartherapie

Die systemische integrative Paartherapie ist ein therapeutischer Ansatz, der verschiedene Elemente aus verschiedenen Therapieschulen und -methoden integriert, um Paaren bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen und Konflikte zu helfen. Der systemische Ansatz bedeutet, dass die Therapie das Paar als Teil eines größeren sozialen Systems betrachtet, das verschiedene Einflüsse auf die Beziehung hat.

Hier nenne ich einige der Hauptelemente der systemischen integrativen Paartherapie:

  • 1. Systemischer Ansatz: Dieser Ansatz betrachtet nicht nur die individuellen Probleme der Partner, sondern auch die Dynamik und Wechselwirkungen im Paarsystem sowie die Auswirkungen auf das soziale Umfeld.
  • 2. Integrative Perspektive: Die Therapie integriert verschiedene therapeutische Modelle und Techniken. Das können beispielsweise Elemente aus der Verhaltenstherapie, der Gestalttherapie, der systemischen Therapie oder der psychodynamischen Therapie sein. Die jeweiligen Methoden werden an die spezifischen Bedürfnisse des Paares angepasst
  • 3. Ressourcenorientierung: Die Therapie konzentriert sich nicht nur auf Probleme und Konflikte, sondern auch auf die Ressourcen und Stärken des Paares. Ziel ist es, positive Veränderungen zu fördern und Lösungen zu entwickeln.
  • 4. Individuelle Bedürfnisorientierung: Ein weiterer zentraler Aspekt ist die individuelle Bedürfnisorientierung. Diese bezieht sich auf die Berücksichtigung und Wertschätzung der individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen jedes Partners in der Beziehung.

Die Therapie ermutigt dazu, dass jeder Partner Raum hat, um seine eigenen Bedürfnisse auszudrücken und zu verstehen. Dies beinhaltet die Anerkennung von Unterschieden in den Bedürfnissen und die Akzeptanz der Vielfalt innerhalb der Beziehung. Der Therapeut fördert einen offenen Dialog, in dem die Partner lernen können, sich gegenseitig besser zu verstehen und ihre Bedürfnisse klar und respektvoll zu kommunizieren.

  • 5. Arbeit mit Emotionen: Die Therapie bezieht oft emotionale Aspekte mit ein, da Emotionen eine wichtige Rolle in zwischenmenschlichen Beziehungen spielen. Dies kann die Identifikation und den Ausdruck von Gefühlen sowie das Verstehen der Emotionen des Partners umfassen.
  • 6. Wachstum und Entwicklung: Ein zentraler Aspekt der systemischen integrativen Paartherapie ist die Förderung von individuellem und gemeinsamem Wachstum sowie der persönlichen Entwicklung der Partner als Einzelpersonen und als Paar. Dies beinhaltet die Anerkennung und Entwicklung persönlicher Potenziale sowie die Stärkung der Partnerschaft als sich weiterentwickelnde Einheit.
    Therapeutische Interventionen zielen darauf ab, nicht nur bestehende Probleme zu bewältigen, sondern auch das Verständnis für individuelle Entwicklungsprozesse zu vertiefen. Dies kann beinhalten, gemeinsame Lebensziele zu klären, neue Perspektiven zu erkunden und Veränderungen im Denken und Verhalten zu fördern.
  • 7. Polaritäten: Polaritäten beziehen sich auf die natürlichen Gegensätze und Unterschiede zwischen den Partnern, die oft in einer Beziehung vorhanden sind. Dies können Unterschiede in Persönlichkeitsmerkmalen, Bedürfnissen, Werthaltungen oder Lebensstilen sein.
    Statt diese Polaritäten als Quelle von Konflikten zu betrachten, versucht die Paartherapie, sie als Potenzial für Wachstum und Bereicherung zu nutzen. Durch das Verständnis und die Akzeptanz von Polaritäten können Paare lernen, wie sie die unterschiedlichen Stärken und Qualitäten ihrer Partner gegenseitig ergänzen können.
    Therapeutische Interventionen konzentrieren sich darauf, einen konstruktiven Umgang mit Polaritäten zu fördern, indem Kommunikationsmuster verbessert und Kompromissfähigkeiten entwickelt werden. Dies trägt dazu bei, dass die Polaritäten nicht zu Quellen von Spannungen werden, sondern als Ressourcen genutzt werden können, um eine ausgewogene und harmonische Partnerschaft zu schaffen.
  • 8. Kollusion: In der systemischen integrativen Paartherapie ist die Auseinandersetzung mit Kollusion ein weiterer bedeutender Aspekt. Kollusion bezieht sich auf unbewusste Vereinbarungen oder Absprachen zwischen den Partnern, die dazu führen können, dass bestimmte problematische Verhaltensmuster aufrechterhalten werden. Diese Muster dienen möglicherweise dazu, tieferliegende Konflikte zu vermeiden oder ungelöste Themen zu umgehen.
    Die Therapie zielt darauf ab, diese Kollusionen aufzudecken und sie in den Fokus zu rücken, um eine bewusstere und konstruktivere Interaktion zwischen den Partnern zu ermöglichen. Dies erfordert oft eine Offenlegung und Reflexion über die impliziten Vereinbarungen, die in der Beziehung existieren können.
    Durch die Aufdeckung von Kollusionen können Paare ein tieferes Verständnis für ihre Verhaltensmuster entwickeln und gemeinsam alternative Wege erkunden, um mit Herausforderungen umzugehen. Die Therapie unterstützt dabei, neue, gesündere Vereinbarungen zu schaffen, die eine positive Veränderung in der Beziehung fördern und dazu beitragen, alte, problematische Muster zu durchbrechen.
  • 9. Lösungsorientierung: In der systemischen integrativen Paartherapie wird ein starker Fokus auf die lösungsorientierte Herangehensweise gelegt. Dieser Ansatz konzentriert sich darauf, gemeinsam mit den Partnern konkrete Lösungen für ihre Herausforderungen zu entwickeln, anstatt sich ausschließlich auf Problemanalysen zu konzentrieren.
    Die Therapie ermutigt die Partner dazu, ihre Stärken und Ressourcen zu erkennen und zu nutzen, um positive Veränderungen herbeizuführen. Dies beinhaltet das Identifizieren von bereits vorhandenen Lösungsansätzen und die Stärkung von bewährten Strategien, um Konflikte zu bewältigen.
    Der therapeutische Prozess konzentriert sich darauf, konkrete Ziele zu setzen und Schritte zu entwickeln, um diese zu erreichen. Die Paartherapie unterstützt die Partner dabei, ihre Wünsche und Bedürfnisse klar zu kommunizieren und gemeinsam realistische und erreichbare Ziele zu formulieren.
    Lösungsorientierte Interventionen können auch die Betonung positiver Veränderungen in der Vergangenheit beinhalten. Indem die Paare auf vergangene Erfolge zurückblicken, können sie gestärkt werden und das Vertrauen in ihre Fähigkeit zur Problemlösung stärken.
    Dieser lösungsorientierte Ansatz trägt dazu bei, einen positiven und konstruktiven Rahmen für die Paartherapie zu schaffen. Er ermöglicht den Partnern, sich auf ihre gemeinsame Zukunft zu konzentrieren und motiviert sie dazu, aktiv an der Umsetzung von Lösungen teilzuhaben. Durch die Entwicklung von Lösungsstrategien wird die Paartherapie zu einem proaktiven Prozess, der dazu beiträgt, die Lebensqualität der Partner zu verbessern und die Beziehung nachhaltig zu stärken.

Sexualtherapie

Meine Arbeit ist stark geprägt durch die Ansätze von Ulrich Clement, David Schnarch und Esther Perel. Alle drei Ansätze zusammengenommen ermöglichen mir mit Ihnen ganzheitlich zu arbeiten.

Ulrich Clement, ein renommierter deutscher Psychologe und Familientherapeut, hat Ansatz der systemischen Sexualtherpie entwickelt, um die Dynamik von Partnerschaften und sexuellen Beziehungen umfassender zu verstehen und zu behandeln.

Im Zentrum steht die Idee, dass sexuelle Probleme nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern in einem größeren sozialen und interaktiven Kontext. Das bedeutet, dass nicht nur individuelle psychologische Faktoren, sondern auch die Beziehungsdynamik, Kommunikationsmuster und soziale Einflüsse in die Therapie einbezogen werden.

Ein zentrales Konzept in der systemischen Sexualtherapie ist die Betrachtung von Mustern und Dynamiken in Beziehungen. Das bedeutet, dass nicht nur das Verhalten eines Einzelnen im Fokus steht, sondern auch die Wechselwirkungen und Muster, die sich zwischen den Partnern entwickelt haben. Diese Perspektive ermöglicht es, tiefere Ursachen für sexuelle Schwierigkeiten zu erkennen und gemeinsam mit den Partnern Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die systemische Sexualtherapie legt großen Wert auf Kommunikation und Interaktion zwischen den Partnern. Die therapeutischen Sitzungen bieten einen geschützten Raum, um über Bedürfnisse, Wünsche und Ängste offen zu sprechen. Der Therapeut fungiert dabei als neutraler Vermittler und unterstützt die Paare dabei, ihre Kommunikationsmuster zu reflektieren und gegebenenfalls zu verändern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Berücksichtigung von gesellschaftlichen Einflüssen auf die Sexualität. Ulrich Clement betont, dass sexuelle Probleme nicht nur individuelle Schwierigkeiten sind, sondern oft auch durch gesellschaftliche Erwartungen, Normen und Werte beeinflusst werden. Die systemische Sexualtherapie hilft den Paaren dabei, ihre eigenen Vorstellungen von Sexualität zu erkunden und gegebenenfalls zu verändern, um eine authentische und erfüllende Sexualität zu entwickeln.

David Schnarch, ein renommierter amerikanischer Psychologe und Paartherapeut, hat sich auf die Integration von Sexualität und persönlichem Wachstum konzentriert. Er hat diesen Ansatz entwickelt, um Paaren zu helfen, ihre sexuelle Intimität zu vertiefen und gleichzeitig persönliche Entfaltung und Reife zu fördern.

Ein Schlüsselaspekt der Schnarch’schen Sexualtherapie ist die Betonung der Eigenverantwortung jedes Partners für seine eigene sexuelle Erfüllung. Schnarch argumentiert, dass wahre Intimität erst dann entstehen kann, wenn jeder Partner sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst ist und die Verantwortung für die eigenen emotionalen Reaktionen übernimmt. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zu traditionellen Vorstellungen, die oft darauf abzielen, dass der Partner für die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse verantwortlich ist.

Ein weiteres zentrales Konzept in Schnarchs Therapie ist die Idee des „Differenzierung“. Es bezieht sich darauf, wie gut eine Person in der Lage ist, ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche von denen des Partners zu unterscheiden, ohne dabei die emotionale Verbindung zu verlieren. Schnarch argumentiert, dass eine höhere Differenzierung die Basis für eine erfüllende und nachhaltige sexuelle Beziehung bildet. Die therapeutische Arbeit nach David Schnarch zielt darauf ab, den Einzelnen und das Paar dabei zu unterstützen, eine höhere Differentiation zu erreichen und somit ihre sexuelle Intimität zu vertiefen. Dies beinhaltet oft die Exploration von persönlichen Ängsten, Unsicherheiten und Blockaden, die die sexuelle Erfüllung beeinträchtigen können.

Esther Perel, eine international renommierte Therapeutin und Autorin, hat einen innovativen Blick auf Beziehungen und Sexualität entwickelt, der geprägt ist von kultureller Sensibilität, einem globalen Verständnis und einem tiefen Einfühlungsvermögen.

Ihr innovativer Ansatz konzentriert sich auf die Vielschichtigkeit der modernen Beziehungen und die Komplexität der menschlichen Sexualität.

Ein zentrales Element von Perels Ansatz ist die Betonung der Bedeutung von Erotik in langfristigen Beziehungen. Sie argumentiert, dass Erotik und Leidenschaft oft durch Routinen, Gewohnheiten und die Belastungen des Alltags erstickt werden. In ihrer Therapie ermutigt Perel Paare dazu, die Erotik wiederzuentdecken, die Neugier aufrechtzuerhalten und die Spannung zwischen Vertrautheit und Unbekanntem zu bewahren.

Esther Perel legt großen Wert auf die individuelle Identität innerhalb einer Partnerschaft. Sie betont die Notwendigkeit, dass jeder Partner Raum für persönliches Wachstum und Selbstentfaltung haben sollte, um eine erfüllende sexuelle Beziehung aufrechtzuerhalten. Die Idee, dass Autonomie und Nähe gleichzeitig existieren können, ist ein Schlüsselaspekt ihrer Therapie.

Ein weiteres bedeutendes Konzept in Perels Arbeit ist die Exploration von Tabus und Fantasien. Sie ermutigt Paare dazu, offen über ihre intimsten Wünsche zu sprechen und dabei eine Atmosphäre des Respekts und der Akzeptanz zu schaffen. Perel ist der Überzeugung, dass die Fähigkeit, über sexuelle Fantasien zu kommunizieren, zu einem tieferen Verständnis und einer intensiveren Verbindung zwischen den Partnern führen kann.

Esther Perel integriert auch kulturelle Perspektiven in ihre Therapie. Sie berücksichtigt die kulturellen Hintergründe, Normen und Werte ihrer Klienten, um eine umfassende und kontextualisierte Herangehensweise zu gewährleisten. Ihr interkultureller Ansatz ermöglicht es ihr, die Vielfalt menschlicher Sexualität zu würdigen und zu verstehen.

Das Zürcher Ressourcenmodell

Das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) ist ein psychologisches Konzept, das von den Schweizer Psychologen Maja Storch und Frank Krause entwickelt wurde. Es basiert auf der Annahme, dass Menschen über innere Ressourcen verfügen, die ihnen dabei helfen können, ihre Ziele zu erreichen und Herausforderungen zu bewältigen. Das Modell integriert Erkenntnisse aus verschiedenen psychologischen Ansätzen, darunter kognitive Verhaltenstherapie, systemische Therapie und positive Psychologie.

Zentral für das Zürcher Ressourcenmodell ist die Idee, dass jeder Mensch über ein individuelles Repertoire an Ressourcen verfügt, das ihm in unterschiedlichen Lebenssituationen zur Verfügung steht. Diese Ressourcen können beispielsweise Fähigkeiten, Erfahrungen, positive Emotionen oder unterstützende Beziehungen umfassen. Das Ziel des ZRM ist es, Menschen zu helfen, sich ihrer eigenen Ressourcen bewusst zu werden und diese gezielt zu aktivieren, um ihre Ziele zu erreichen.

Ein zentrales Element des ZRM ist es, die individuellen Bedürfnisse, Werte und Ziele einer Person zu identifizieren. Durch gezielte Übungen und Reflexionen werden die Teilnehmer dazu angeleitet, ihre persönlichen Ressourcen zu erkennen und zu stärken. Dabei spielt auch die bewusste Nutzung von Bildern und Metaphern eine wichtige Rolle, um die emotionalen Aspekte der Ressourcenaktivierung zu betonen.

Das Zürcher Ressourcenmodell wird in verschiedenen Kontexten angewandt, einschließlich Coaching, Psychotherapie und Personalentwicklung. Es hat sich als effektives Instrument erwiesen, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu klären, Hindernisse zu überwinden und ihre Lebensqualität zu verbessern. Durch die Fokussierung auf die Stärkung vorhandener Ressourcen bietet das Modell einen positiven und ressourcenorientierten Ansatz zur persönlichen Entwicklung und Veränderung.

Nach oben scrollen